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domingo, 3 de julho de 2016

Der verwunschene Park // O parque encantado


Heute habe ich mir, zum ersten Mal seit einigen Monaten wieder am Morgen Zeit genommen, um spazieren zu gehen und darüber die Arbeit und die Sorgen ein wenig zu vergessen. Weil es mir gesundheitlich zur Zeit nicht gut geht, war es ziemlich herausfordernd, den Schmerz und die Erschöpfung zu überwinden. Aber, wie es meistens der Fall ist, wenn wir den ersten Schritt gehen, war die Belohnung wunderbar. Also entschied ich mich, ein Naturschutzgebiet in der Nähe meiner Wohnung zu besuchen, das im vergangenen Jahr zu einem meiner Lieblingsorte geworden ist.   
Das Naturschutzgebiet Natur-Park Schöneberger Südgelände ist ein ganz besonderer Ort. Schon am Eingang fühle ich mich, als würde ich in eine Märchenwelt eintauchen. Das Licht scheint grün durch die hohen Baumwipfel, die den Lärm der Großstadt dämpfen und die schmalen Wege wecken die Erwartung hinter der nächsten Wegbiegung ein Fabelwesen anzutreffen.
Ich entscheide mich, die allgegenwärtigen Kopfhörer, die mich eigentlich vor den Geräuschen der Stadt fliehen lassen, einzupacken und beginne vorsichtig einen Fuß vor den anderen zu setzen. Im ersten Moment erscheint es mir, als sei alles still, nicht einmal der Wind bewegt die Blätter. Aber mit jedem Schritt entfernt sich die Zivilisation ein Stück weiter und die Lautstärke der Natur wird aufgedreht, bis ich verschiedene Vogelarten laut zwitschern und im Gebüsch Nester bauen höre.
Die Stadt, die ich unglaublich liebe, verstopft uns manchmal die Ohren mit Straßenlärm, lauten Gesprächen und Musik und diese können wir nur mit einigen Stunden Ruhe und Einsamkeit wieder reinigen. 
Der Natur-Park Schöneberger Südgelände ist ein Ruderalwald - dieses Wort lernte ich erst, als ich diesen Ort kennenlernte. Ruderalpflanzen sind Pflanzen, die an Orten wachsen, die von Menschen geprägt oder erbaut und dann wieder verlassen wurden. Jedes Mal, wenn ich sehe mit welcher Kraft die Natur Orte zurückerobern kann, wie kleine Blumen den Asphalt durchbrechen, wie Kletterpflanzen Mauern einhüllen und umwerfen und wie Bäume Dächer abdecken, verstehe ich die Bedeutung des Wortes Ehrfurcht.
An diesem Ort fühle ich mich wie eine Entdeckerin, die die Überreste von Atlantis betrachtet. Inmitten einer wunderschönen Lichtung voller Wildblumen erhasche ich den metallischen Glanz von Gleisen, die sich durch den ganzen Wald ziehen. Plötzlich hört der kleine erdene Weg auf und ein Steg aus Gittern führt mich einige Zentimeter über den Wiesen weiter durch den Wald.

Hinter der nächsten Kurve liegt ein Stück eines riesigen Rohres auf dem Weg und der Steg führt mich direkt hinein, wo mich die plötzliche Dunkelheit für einen Moment blendet. Als ich am anderen Ende herauskomme entdecke ich eine große Drehscheibe, eingebettet in den Wald, als sei sie ein Teil von ihm, wie etwa ein seltsam geformter Stein. Am Wegesrand im Gebüsch erkenne ich unter dem Blattwerk einen Hebel, der früher vermutlich dazu diente, die Scheibe in Bewegung zu setzen. Als ich weitergehe scheinen auf einmal alle Überreste der Zivilisation verschwunden und ich gehe ein Stück völlig naturbelassenen Weges. Ich atme den moschusartigen Geruch der feuchten dunklen Erde ein, den frischen und leicht bitteren Geruch grüner Blätter und den süßen und schweren Geruch von Wildblumen und Kräutern die am Wegesrand wachsen.Vor mir tut sich ein Graben auf - ein schmales und längliches Loch, ich gehe die wenigen Stufen hinunter und fühle mich, als hätte der Wald mich verschluckt, der Geruch der Erde hüllt mich ein, ich werde zur Wurzel. Mit ein paar
Schritten durchmesse ich den Graben und bin wieder zurück über der Erde, wie ein Spross der die Barriere durchbrochen hat, um in die Richtung der Sonne zu wachsen.
Ich atme noch einige Male tief ein, als könnten der Frieden und die Ruhe dieses Ortes so in mich eindringen und für ein paar Momente länger in meinem Herzen bleiben. Während dessen öffne ich das Tor und gehe zwischen den Autos zur Bushaltestelle an der zwei Jugendliche Musik hören und sich laut unterhalten. Der Frieden ist vorbei und die Kopfhörer sind wieder an ihrem Platz. James Bay singt: "The world will turn and we`ll grow and we learn how to be incomplete..." (Die Welt wird sich drehen, wir werden wachsen und lernen, wie man unvollständig leben kann.) - Alle Bilde wurden von mir im Natur-Park Schöneberger Südgelände gemacht.



Hoje pela primeira vez nestes últimos meses tirei um tempo de manhã para passear um pouco, tirar o trabalho e as preocupações da minha cabeça e viver no momento. Como a minha saúde não anda bem foi um desafio superar a dor e o cansaço. Mas como sempre quando temos a coragem de fazer o primeiro passo a recompensa é grande. 
Então resolvi visitar uma reserva natural perto da minha casa que tem se tornado um dos meus lugares preferidos ao decorrer deste ano.
A reserva chamada Parque Natural Terreno Sul é um lugar muito especial. Já na entrada me sinto mergulhando em um mundo de contos de fadas. A luz esverdeada pelas altas copas das árvores que abafam o ruído da capital e os caminhos estreitos despertam a expectativa de encontrar uma criatura mítica a qualquer momento. Decido guardar os ubíquos fones de ouvido que servem para escapar do barulho da cidade grande e vou caminhando cuidadosamente. No primeiro momento me parece que tudo está quieto e nem o vento mexe as folhas. Mas com cada passo a civilização se afasta, o volume da natureza aumenta e finalmente ouço as várias espécies de pássaros cantando e se mexendo no matagal. 
A cidade que eu amo demais as vezes tampa os nossos ouvidos com barulhos da rua, pessoas conversando e musicas que só conseguimos limpar com algumas horas de silêncio e solidão.
O Parque Natural Terreno Sul é uma floresta ruderal - aprendi esta palavra quando conheci o lugar. Vegetação ruderal é aquela que emerge em lugares abandonados que já foram marcados ou até edificados pelo homem. Cada vez que eu vejo o tamanho da força que a natureza tem de tomar um lugar de volta, como florzinhas delicadas racham o asfalto, trepadeiras envolvem e derrubam muros e árvores arrancam telhas, entendo o significado das palavras reverência e temor.
Neste lugar me sinto uma desbravadora descobrindo os vestígios da famosa Atlântida. No meio de uma clareira linda cheia de flores silvestres capturo o brilho metálico de trilhos, que percorrem a floresta toda. De repente a estradinha de chão termina e um cais de grades me guia a alguns metros acima dos prados floridos. Sigo o caminho e apos a próxima curva a parte de um cano enorme aparece e o cais me leva diretamente para dentro dele onde a escuridão repentina me cega por um momento. Saindo do outro lado vejo uma enorme plataforma giratória embutida na floresta como se fosse uma parte natural dela, talvez uma pedra curiosa. Do lado no matagal meio coberto por folhagem vejo a alavanca que provavelmente servia para por a plataforma em movimento. Seguindo em frente todos os vestígios parecem ter desaparecidos e a caminhada me

leva por uma parte da floresta quase virgem. Respiro o cheiro almiscarado da terra preta e úmida, o cheiro fresco e um pouco amargo das folhas verdes e o cheiro rico e doce das flores silvestres e das ervas que nascem na beira do caminho. Na minha frente uma vala se abre - um buraco estreito e comprido, desço os poucos degraus e sinto que a floresta me engoliu o cheiro da terra agora me envolve, virei raiz. Apos alguns passos estou de volta ao mundo sobre a terra como um broto que conseguiu quebrar a barreira para crescer na direção do sol. 

Respiro mais algumas vezes fundo, como se assim a paz e o silêncio deste lugar poderiam penetrar o meu ser e permanecer em meu coração por alguns momentos a mais. Enquanto isso abro o portão e caminho no meio dos carros até a estação de ônibus onde dois jovens escutam músicas e conversam e voz alta. A paz acabou e o fone de ouvido já está de volta ao seu lugar. James Bay está cantando: ¨The world will turn and we`ll grow and we learn how to be incomplete...¨ (O mundo vai girar e nos vamos crescer e aprender a viver ficando incompletos.) - Todas as fotos foram tiradas por mim no Parque Natural Terreno Sul.

sexta-feira, 9 de outubro de 2015

Herbstfreuden // Prazeres Outonais

Hallo meine Lieben,
der Herbst überzieht die Stadt mit einer strahlenden Farbenpracht, der das Herz beim Blick aus dem Fenster ganz warm werden lässt: Die goldgelb leuchtenden Pappeln und Birken, das Orangerot der Kirsche und die kräftig weinroten Eichen sind eine Entschädigung für die immer weniger werdenden Sonnenstunden. Der bunte Blätterregen macht Lust auf ausgedehnte Spaziergänge und die kühle Luft lässt bereits das Ende dieses traumhaften Jahres erahnen. Die frühen Abende laden zu einem heißen Tee, Kerzenschein und einem guten Buch ein und machen, dass man sich ganz plötzlichen ein bisschen mehr zu Hause fühlt.  Ich liebe diese Jahreszeit... Sie war wohl eines der Dinge, die ich während meiner Zeit in Brasilien am allermeisten vermisst habe.
Und jetzt bin ich hier und mir erscheint es, als habe sich die Natur dieses Jahr besonders herausgeputzt, um mich willkommen zu heißen und ich - ich schaue immer wieder hin und kann es kaum glauben. Ich kann mich nicht sattsehen und mein Herz läuft vor lauter Dankbarkeit für all das über. Ich fühle mich wie eine Prinzessin, für die der König seine schönsten Juwelen ausgewählt hat, um ihren Weg damit zu pflastern und sie an jedem Tag aufs Neue zu überraschen, wie ein Geliebter seine Geliebte. Ich fühle mich geliebt und so unendlich dankbar für diese wahnsinnige Gnade, die Gott mir jeden Tag wieder zuteil werden lässt.

In letzter Zeit arbeite ich wie eine Verrückte - es erfüllt mich und macht mich glücklich. Natürlich bin ich zwischendurch auch sehr erschöpft, doch trotzdem gebe ich alles was ich habe und noch ein bisschen mehr. Aber ich freue mich auch auf die Abende und die Wochenenden, an denen ich mich meinen Handarbeiten widmen kann. Zur Zeit stricke ich vor allem und lerne immer neue Muster, passend zur der Kälte, die sich grade breit macht und vor allem morgens früh recht unbarmherzig ist, habe ich mir einen Drachenschwanzschal in einfachem kraus rechts gestrickt. Das war mein erstes Projekt in dieser Größe (zwei Meter lang)...er ist nicht ganz so geworden, wie ich das wollte, aber die schicke Wolle hat es wett gemacht. (Übrigens handelt es sich hierbei um anderthalb Knäuel 3Cento von Lana Grossa Farbe 02 Türkis/Petrol/Violett/Rot/Gelb/Nachtblau, Stricknadelgröße 4)


Ich hoffe, ihr habt ein wunderschönes Wochenende vor euch und schicke euch viele Grüße.

Olá meus queridos,
o outono está pintado a cidade com uma multidão de cores brilhantes, que alegram o coração com um único olhar pela janela: O dourado dos álamos e das bétulas, o vermelho alaranjado das cerejas e o forte vinho dos carvalhos compensam as horas de sol que diminuem a cada dia. A chuva colorida de folhas dá vontade de fazer longas caminhadas e o ar gelado já ánuncia a chegada do fim deste maravilhoso ano. As noitinhas convidam para um chá quente, luz de velas e um bom livro e fazem com que a gente se sinta um pouquinho mais em casa.

Eu amo esta estação... Ela provávelmente foi uma das coisas das quais eu sentia mais saudades enquanto estava no Brasil. E agora eu estou aqui e me parece, que a natureza se produziu um pouco a mais este ano, especialmente para me dar as boas-vindas e eu - eu fico olhando e não posso acreditar. Eu não me canso de olhar para esta beleza e o meu coração transborda com tanta gratidão. Eu me sinto como uma princesa, pela qual o rei escolheu as suas joias mais belas para pavimentar o seu caminho e para surpreendê-la novamente a cada dia como um amante presenteia a sua amada. E eu me sinto tão amada e tão grata por esta graça incrível, que Deus me concede a todos os dias.

Últimamente trabalho como uma louca - o trabalho me preenche e me faz feliz. Claro que as vezes também fico cansada, mas mesmo assim dou tudo de mim e um pouco além disso. Mas também espero as noitinhas e os fins-de-semana nos quais posso adiantar os meu trabalhos manuais. No momento estou fazendo muito tricô e sempre aprendo novos padrões.  Combinando com o frio que está fazendo, principalmente de manhã, tricotei um cachecol rabo de dragão no ponto trico básico para mim. Este foi o meu primeiro trabalho deste tamanho(2 metros) e não ficou bem do jeito que eu queria, mas a lã linda compensou este fato. (Esta lã é a 3Cento cor 02 de Lana Grossa, creio que não é disponível no Brasil, só se for por Amazon, usei agulha tamhano 4) 

Espero que vocês tenham um fim-de-semana maravilhoso e mando muitos beijinhos.